Okay.

Eine Freundin hat mir soeben etwas geschrieben, das ich schon hundert mal gelesen habe. Aber so wie sie es mir geschrieben hat, ist mir der Sinn dahinter erst so richtig bewusst geworden.

Ihr kennt das sicher auch. Wenn man Ansichten vertritt, die dem Mainstream wider- oder nicht voll entsprechen, eckt man an. In einem Gespräch über dieses Anecken schrieb sie:

Und ich denke ein Unterschied zu den anderen ist, dass wir bei Problemen oder überhaupt, uns reflektieren und gucken, was wir vielleicht ändern könnten. Nicht, was unsere Kinder falsch machen oder wie wir sie ändern können. Denn unsere Kinder sind okay so wie sie sind und wir vertrauen ihnen. Das machen ganz viele Eltern anders.

Schlafen, essen, streiten, Wutanfälle, Stillen, nuckeln, irgendetwas können oder nicht.. Die Liste könnte ich ewig verlängern, aber auf mich warten gerade andere Aufgaben. Continue reading “Okay.” »

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Moment mal.

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In diesen Tagen bombardieren uns Medien, Freunde, Arbeitskollegen und Co. mit der Frage „Und, was nimmst du dir für das Neue Jahr vor?“ Gern gepaart mit Aussagen à la „Ich bin froh, dass dieses Jahr vorbei ist.“ oder „Dieses Jahr gab es wirklich nichts Positives außer xyz.“ ich bin ein großer Fan von Listen, Plänen, Ideen, Träumen, Vorhaben und den Wünschen, das eigene Leben zu ändern, wenn man mit den aktuellen Umständen nicht (mehr) zufrieden ist.

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Blogger für Flüchtlinge.

Zuallererst möchte ich auf diese Aktion hinweisen, die mich dazu gebracht hat, auch hier etwas zu dem Thema Flüchtlinge zu sagen: BloggerfürFlüchtlinge.betterplace.org

fill_730x380_bloggerfuerfluechtlinge_headerMir fehlen die Worte für einen guten Start dieses Blogposts. Deshalb fange ich einfach mittendrin an.

Ich bin seit Wochen täglich angewidert und immer wieder fassungslos. Was ist nur in diesem Land los? Was ist nur das Problem so vieler Leute (auch ich möchte den Begriff Mensch nicht für diese „Ja, aber“-Nazis verwenden)? Es kann doch nicht sein, dass WIR, eins der reichsten Länder der Erde, dessen Armutsgrenze so weit oben liegt, dass man in anderen Ländern eine ganze Familie davon über Monate ernähren könnte, dass Leute in diesem Land nichts besseres zu tun haben, als gegen Menschen zu hetzen, die alles verloren, alles zurück gelassen haben. Gegen Menschen, die oftmals nicht einmal ihre Familie, nein, nur ihr eigenes nacktes Leben retten konnten. Wie kann es sein, dass es tatsächlich Leute gibt, die vor Neid, Hass und Dummheit nicht dazu in der Lage sind, zu erkennen, wie gut sie es selbst haben? Continue reading “Blogger für Flüchtlinge.” »

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22 Monate mehr oder weniger Windelfrei.

Nach 22 Monaten, in den wir mal mehr und mal weniger die Windeln weggelassen, mit Stoffis hantiert, billige Gästehandtücher vom Möbelschweden gewaschen, Waschbecken in Wickelräumen erfreut zur Kenntnis genommen, stundenlange Töpfchensitzungen begleitet und doch auch oft gedacht haben „Ist das überhaupt das Richtige?“, ist das Glückskind ganz plötzlich komplett ohne Windel und sagt fast immer, wenn es muss oder wartet, bis wir fragen. Zuhause. Nachts. Auf dem Spielplatz. In der Kita. Im Auto. Beim Shoppen. IMMER. Seit es wärmer ist, lassen wir die Windel zuhause komplett weg. Dort geht er dann auch fast ausschließlich allein. Fragen bringt hier gar nichts. Das ufert nur in einem sehr entschiedenen „NEIN!!!! MEINE (Entscheidung)!!!!“. Nun gut. Also Fragen abgestellt und siehe da, seit irgendwann im Juni erkennt er nun, wann er muss (wenn auch mit unter sehr spät „Pipiiiiii“) und wo es hin muss und, dass es blöd ist, wenn man dieses Wissen und Erkennen ignoriert. Draußen hat das etwas länger gedauert. Besonders wenn Spielplätze in Sicht waren. Aber der Reihe nach. Continue reading “22 Monate mehr oder weniger Windelfrei.” »

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Wut.

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Momentan ist das Glückskind wieder in einer, wie sagt man so schön, wenn man nicht „Trotzphase“ sagen will, „Autonomiephase“. Das Wort klingt mir eigentlich so sehr nach Akademikerichweißüberallesbescheidundfindeintellektuellklingendewortefürmeinwissen, aber es trifft es ziemlich gut. Viel besser als „Trotzphase“. Damit unterstellt man den Kindern nämlich, sich einfach nur widerwillig gegen die Erwachsenen zu stellen. Für mich klingt dieses Wort zumindest sehr wertend und ich mag es einfach nicht. Es ist vielleicht auch einfach zu negativ behaftet in unserer Gesellschaft. Continue reading “Wut.” »

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Lügen.

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Wir erwarten von unseren Mitmenschen, dass sie ehrlich zu uns sind; dass sie uns die Wahrheit sagen. Insbesondere bei unserem Partner, unseren Kindern und Freunden sind wir enttäuscht, wenn diese das nicht tun; wenn sie uns anlügen oder etwas verschweigen.

Ehrlichkeit hat offiziell einen hohen Stellenwert in unserer Kultur, in unserer Gesellschaft. Wir sind schockiert, wenn ein Minister sich seinen Doktortitel nicht so verdient hat, wie er es vorgab. Wir echauffieren uns über Fußballmanager, die Steuern hinterziehen. Und wir führen prominente Damen vor, die nicht zugegeben haben, dass ihre Lippen oder Brüste oder Pobacken nicht von Gott gegeben sind.

Warum belügen wir dann täglich unsere Kinder? Tun wir nicht? Continue reading “Lügen.” »

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Tricksen.

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Im letzten Posting habe ich darüber gesprochen, dass Lob eine Form der Manipulation sein kann. Und das viele sich dessen auch voll bewusst sind. Andere dagegen nicht. Wenn man sie darauf hinweist, dass Lob genutzt wird, um zu manipulieren, sehen sie sich das erste Mal mit diesem Zusammenhang konfrontiert. So ging es mir ja auch.

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Lob.

wpid-2015-04-19-14.25.42.jpg.jpegAls ich mich mit dem Thema „Windelfrei“ beschäftigt habe, stieß ich ziemlich schnell auf die Aussage, man solle Kinder nicht dafür loben, wenn sie Pipi oder mehr gemacht haben. Und natürlich auch nicht tadeln, wenn etwas daneben geht. Hier geht es darum, dass das Kind das ja sowieso machen muss. Jemanden für etwas zu loben, was unweigerlich geschieht, erscheint seltsam. Nun mögen manche argumentieren, dass man das Kind ja nun nicht dafür lobt, dass es Pipi gemacht hat, sondern dafür, dass dieses Pipi nicht in die Windel oder auf den Boden ging. Dieses Verhalten oder auch das Ergebnis des Verhaltens empfinden wir als richtig, als positiv. Deswegen wollen wir es fördern. Und deshalb sagen wir „Fein gemacht“ oder „Toll“. Manch einer sagt auch „Oh wie schön, du hast Pipi ins Töpfchen gemacht.“ Das Kind soll positive Resonanz bekommen, damit es merkt, dass es sich „richtig“ verhalten hat und dieses Verhalten wiederholt.
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